Kortison-Steroid-Injektionen für Fersensporn

Podologen stellen im Allgemeinen fest, dass die meisten Fällen von Plantar Fasciitis* (Symptome u.a. Fersenschmerzen, Fersensporn) mit konservativen Behandlungen geheilt werden können. Diese beinhalten Ruhe, Vereisung, Übungen und die Verwendung von therapeutischen Schuheinlagen. Bei einer Diagnose von Plantar Fasciitis* sollten sie vorerst versuchen die Beschwerden mit natürlichen Mitteln zu beheben, bevor sie invasive Methoden, wie Injektionen, berücksichtigen. In einigen Fällen liefern diese Mittel jedoch nicht das gewünschte Ergebnis, sodass ihnen ihr Arzt eine Kortikosteroid-Injektion aufgrund entzündungshemmender Eigenschaften empfiehlt. Die folgenden Informationen werden ihnen Auskunft über das Ziel, die Risiken und Vorteile von Steroiden in Verbindung mit Plantar Fasciitis* liefern, damit eine fundierte Entscheidung über diese Behandlungsmethode möglich ist.

Kortison-Steroid-Injektionen für Fersensporn

Was sind Kortikosteroid-Injektionen?

Kortison ist ein körpereigenes Hormon, welches als Reaktion auf Stress durch die Nebennieren ausgeschüttet wird. Kortison-Injektionen beinhalten eine synthetische Version dieses Stoffes und werden direkt in das verletzte Plantar Fasciitis* Band oder in die Seite der Ferse gegeben und nicht wie beim natürlichen Kortison in die Blutbahn.

Was sind die Vorteile von Kortison-Injektionen?

Kortison hat eine starke entzündungshemmende Wirkung und kann im Fall von Plantar Fasciitis* die Entzündung rund um die Plantaraponeurose-Bänder verringern, sodass in einigen Fällen eine Schmerzlinderung eintritt. Kortison-Injektionen sind Alternativen zu Operationen, wenn weniger invasive Methoden versagt haben. Reagiert ihr Körper positiv auf das Kortison, kann eine mehrwöchige Linderung innerhalb weniger Tage eintreten. Einige Patienten hingegen brauchen mehrere Behandlungen, um eine Schmerzlinderung zu verspüren.

Was sind die Risiken der Kortison-Injektionen?

Vor der Behandlung mit Kortison, ist es wichtig alle Risiken, Vorteile und mögliche Nebenwirkungen zu besprechen, damit man auf auftretende Komplikationen vorbereitet ist. Eine der möglichen Folgen einer Kortison-Injektion ist eine Infektion an der Stelle der Injektion. Um dies zu verhindern oder zumindest die Möglichkeit zu verringern, müssen sowohl sterile Bedingungen geschaffen werden als auch die Haut mit Jod und Alkohol abgetupft werden.
Eine weitere sehr häufige Nebenwirkung der Kortison-Injektion ist ein sogenannter "Kortison Flare". Hierbei tritt vorerst eine mehrtägige Verstärkung der Schmerzen ein, bevor eine Linderung festgestellt wird. Dies sorgt bei den Patienten oft für Unmut, da diese in der Hoffnung einer schnellen Schmerzlinderung sind und dann eine weitere Injektion ablehnen.
Genauso kann bei Patienten mit dunkleren Hauttönen eine Aufhellung der Hautfarbe an der Behandlungsstelle auftreten. Kortison-Injektionen helfen jedoch doch nicht in allen Fällen von Plantar Fasciitis* und eine Verbesserung bleibt aus.

Ebenso ist die Langzeitwirkung einer Kortison-Injektion nicht ausreichend dokumentiert, jedoch besagen mehrere Studien, dass es zu einer Verschlechterung der Sehnenqualität und des Knorpels führen kann. Dies in Zusammenhang mit anderen Risiken und Nebenwirkungen lässt die Überlegung umso wichtiger erscheinen, ob alle konservativen Möglichkeiten zur Steuerung von Schmerzen und die Behandlung der zugrunde liegenden Ursachen von Plantar Fasciitis* ausgeschöpft wurden, bevor sie beispielsweise eine Behandlung mit Kortison in Erwägung ziehen.

Wie es funktioniert

Kortikosteroid-Injektionen können zu kurzfristiger Linderung von Fersenschmerzen führen. Die zu injizierende Stelle variiert von Arzt zu Arzt. Einige injizieren direkt in die Plantaraponeurose in die Unterseite der Ferse, andere spritzen auf der Seite des großen Zehs in die Ferse oder en Bogen. Zusätzlich wird geraten, die Injektion gemischt mit einem Anästhetikum zu geben, was jedoch keine schmerzfreie Injektion garantiert. Ihr Arzt kann vorbeugend vor Verabreichung der Spritze ein Lokalanästhetikum auf die Haut auftragen.

Die Behandlung mit FootActive Einlegesohlen

Obwohl Kortison-Injektionen es schaffen können, ihre Ferse von Schmerzen zu befreien, ist es keine langfristige Lösung! Der Schmerz wird letztendlich zurückkehren, wenn keine Änderung in der Biomechanik ihres Laufverhaltens stattfindet.

Footactive KorrigiertAus diesem Grund werden orthopädische Einlagen und die Einlegesohlen** von FootActive empfohlen, da sie den Fuß neu richten und stützen können, wodurch die Spannung auf der Plantaraponeurose-Bänder reduziert wird. Dies zielt auf die Ursache des Problems ab und nicht wie bei anderen Methoden nur auf die Symptome.
Außerdem werden tägliche Stretching-Übungen empfohlen, um die Bänder im Fuß und Unterschenkel länger und flexibler zu machen, was zu einer Reduzierung der Spannung in der Plantaraneurose führt.

*Symptome einer Entzündung der Plantar Faszie sind u.a. Fersensporn, Fersenschmerzen
**Einlegesohlen sind vorgefertigte Einlagen mit unterstützendem Gewölbe, die sich als hilfreich beim Management einer Entzündung der Plantar-Faszie erwiesen haben.